Bitte aktivieren Sie in Ihrem Browser das anzeigen von Bildern! Die Pferdefreunde Unsere Aktivitäten Aktuelles vom Hof. interessante Links Unser Marktplatz Ihre Meinung ist gefragt. Newsletter Aktuelle Pferdeangebote Vereinsnachrichten Spenden Sie bitte! Patenschaft Treten Sie bei!
Hier sind Sie: > Pferdefreunde

Im Erlanger Tierheim vorgestellt

Fohlen gerettet

Junge Pferde wandern oft sofort zum Metzger - Treue Helfer aus Birnbaum

Auf Auktionen in Südbayern werden sie meistbietend versteigert: Haflinger und Kaltblutfohlen, nur wenige Monate alt. Ist die Nachfrage gering oder sind kaum Käufer da, sind sie gerade noch den Schlachtpreis wert. Für 700 Mark gehen sie an den Metzger weg. Das ist weniger, als für die gleiche Menge Rindfleisch, sprich ein Kälbchen gleicher Größe, bezahlt wird.
Nicht etwa, daß sie krank sind und ihnen Schmerzen erspart bleiben sollen, z. B. bei einem sogenannten "Gebäudeschaden" oder anderen körperlichen Mängeln. Im Gegenteil: Sie sind völlig gesund, weil sie sonst gar nicht auf einer Auktion angeboten werden dürfen. Aus ihnen könnten hervorragende Freizeit-, Kutsch- oder Reitpferde werden. Aber sie wurden "überproduziert", kosten Geld. Also kommen die Metzger zum Zuge.

In engen Transportern

Doch Pferdefleisch ist in Deutschland wenig gefragt. Deshalb werden diese Pferde "Babys" nach Südeuropa gekannt, zum im Beispiel nach Italien oder auch Frankreich. Da nur die Menge zählt, werden sie gnadenlos so eng wie möglich in die Transporter gestopft, um dann nach tagelangem Transport wenn sie ihne überlebt haben mit dem Pickelhammer auf irgendeinem Schlachthof erschlagen zu werden.
"160 solcher Fohlen konnte ich bisher vor dem Metzger oder dem Todestransport retten", sagt Sigrun Kleber vom Verein Pferdefreunde Birnbaum. Sie konnte nicht tatenlos zusehen. Obwohl als Krankenschwester ganztägig berufstätig, fährt sie mit möglichst prall gefüllter Geldtasche auf die Auktionen und tritt auf den Plan, wenn die Metzger um das "Schlachtvieh" feilschen. "Wenn ich siebentausend Mark mit habe, weiß ich, daß ich zehn Fohlen das Leben retten kann. Bei den anderen muß ich hilflos zusehen, wie sie mit Gewalt in die Transporter gepfercht werden," sagt sie.
Bei nur 88 Vereinsmitgliedern und sechzig Mark Jahresbeitrag kommen kaum Reichtümer zusammen. Spenden gibt es so gut wie keine, da bisher nur Eingeweihte von ihrer Existenz wissen. Dabei kosten die freigekauften Mini-Hengste und Mini-Stuten viel Geld: Gutter, Stroh, Tierarzt, ganz zu schweigen von der täglichen Pflege. Denn aus ihnen soll in einigen Jahren das werden, wozu sie geobren sind. Sigrun Kleber sorgt mit einigen ehrenamtlichen Helfern und einer Jugendgruppe dafür, daß sie artgerecht aufwachsen können. Dann werden sie an geeignete Käufer vermittelt, die "Schlachtpreis" plus Aufzuchtkosten zahlen. Sie müssen einen Übernahmevertrag unterschreiben und damit einverstanden sein, daß Stallkontrolle erfolgt.

"Am besten wäre, wenn auf Auktionen nur so viele Fohlen angeboten würden, wie auch wirklich gekauft werden.
Aber viele Bergbauern leben davon, daß sie diese Fohlen zumindest für den Schlachtpreis verkaufen. So müssen weiterhin die Stuten ständig Nachwuchs haben", klagt Sigrun Kleber.

Drei ihrer freigekauften Fohlen waren am Samstag auf dem Gelände hinter dem Erlanger Tierheim zu sehen. Reiten darf man auf ihnen nicht - sie sind schließlich keine Ponys - aber die Kinder konnten sich mit ihnen fotografieren lassen.

zurück





Impressum
E-Mail an Pferdefreunde